A Cure for Wellness

A Cure for Wellness

Fühlen Sie sich wohl?

2017Länge unbekannt
Kurzinhalt

Weil der CEO der Firma, in der er arbeitet, viel zu lange in einem Wellness-Center in den Schweizer Alpen verweilt, macht sich der ehrgeizige junge Angestellte Mr. Lockhart (Dane DeHaan) auf nach Europa, um seinen Chef Mr. Pembroke (Harry Groener) zurückzuholen. Dort angekommen, stellt er bald fest, dass die Einrichtung nicht der idyllische Heiltempel ist, als der sie sich nach außen hin darstellt. Weil er zu viele Fragen stellt, diagnostiziert das Personal schließlich auch Lockhart mit der seltsamen Krankheit, die hier alle Patienten festzuhalten scheint. Unter Direktion des rätselhaften Spa-Leiters Volmer (Jason Isaacs) beginnt die Behandlung und sein Verstand wird auf die Probe gestellt. Gemeinsam mit Langzeitpatientin Hannah (Mia Goth) stellt Lockhart jedoch gleichzeitig weiterhin Nachforschungen an, um dem Geheimnis der Einrichtung auf den Grund zu gehen…

Metadaten
Titel A Cure for Wellness
Original Titel A Cure for Wellness
Regisseur Gore Verbinski
Laufzeit Länge unbekannt
Starttermin 15 Februar 2017
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Trailer

Bereits nach den ersten gesehenen Trailern stockte einem der Atmen und man war neugierig auf die Story dahinter. „A Cure for Wellness“ startet zunächst mit einer typischen New Yorker Firmen-Szenerie, welche die Hektik und den Stress des Alltags widerspiegelt. Besessen vom Aufstieg in die höheren Etagen, scheint Mr. Lockhart sich keiner Sache zu schade zu sein. So erklärt er sich dazu bereit, seinen Chef und CEO der Firma, Mr. Pembroke, aus einer Art Wellnessurlaub zurückzuholen. Seine Reise führt ihn in die weit entfernte Schweiz. Und genau diese Reise ist dem Regisseur auch perfekt gelungen, es findet ein direkter und harter Cut zwischen dem unruhigen New York und der bilderbuchartigen Schweiz statt.

Die Landschaftsaufnahmen sind besonders gut gelungen und der Zuschauer taucht in eine völlig gegensätzliche Welt ein. Gezeichnet von Burgen, Wäldern und ganz viel Ruhe und Erholung. Dort eingetroffen stösst Mr. Lockhart auf die mysteriöse Spa-Klinik, deren Patienten dem jungen Amerikaner bereits von Anfang an nicht geheuer sind. Da wäre die alte Dame, die mysteriöse Botschaften mit Hilfe von Kreuzworträtseln puzzelt oder eine Vielzahl an verwirrten, aber sehr glücklich wirkenden Menschen, denen das Wasser trinken ziemlich wichtig scheint. Bereits hier wittert der Zuschauer, dass es mit dem Wasser etwas auf sich haben muss. Allerdings ist die Story so komplex, dass man kurze Zeit später wieder andere unheimliche und ungeklärte Dinge in den Vordergrund schiebt. Diese Spannung hält sich den ganzen Film lang und führt den Zuschauer durch eine atemberaubende Kulisse aus Schlossmauern, die teilweise auf der Burg Hohenzollern gedreht wurden und Spa-Räumen, deren Funktionen und Sinn nicht nur den Zuschauer verwirren. Sei es eine Gruft unter den Schlossmauern oder die herrlich skurrile Dorfbar, deren Bewohner ebenfalls extremst merkwürdig scheinen.

Der komplette Film beschert dem Kinobesucher einen unfassbar langen Spannungsbogen, der sich auch erst gegen Ende des Films – und das bei zweieinhalb Stunden – aufklärt. Was nun genau die Klinik zu einem mysteriösen und unheimlichen Ort zugleich macht, bleibt hier den Filmfans zuliebe mal noch ungeklärt, allerdings bleibt nur so viel zu sagen – der Schluss hat es in sich, ist etwas trashig. Jeder Horrorfilm-Liebhaber wird mit klassischen Szenen seinen Spass haben (Spiegel, Höhle, unter Wasser, dunkle Räume, Wassertanks). Jeder Thriller-Liebhaber mit einer komplexen Personenkonstellation seinen Adrenalinspiegel steigen lassen (junge gruselige Frau, besessener Klinikleiter). Und jeder Filmfan des guten Geschmacks wird sowieso auf seine Kosten kommen (Wasser, Aale, Urinproben, Gruft, Leichen, Behandlungen, Liebesgeschichte). Und dann auch noch die Besetzung mit Dane DeHaan, der bereits in Filmen wie Chronicles den mysteriösen Buben gespielt hat – genial. Was bleibt da noch mehr zu sagen, als ab ins Kino!

The Survivalist

The Survivalist

20151 h 45 min
Kurzinhalt

Die Erdölvorräte sind aufgebraucht und Nahrung ist längst Mangelware. In einer Welt nahe am Abgrund kämpft jeder selbst um sein Überleben. So auch ein junger namenloser Einzelgänger (Martin McCann) im Wald. Mit Gewehr und eigenem Garten versucht er in seiner bescheidenen Hütte zu überleben. Der übervorsichtige Überlebenskünstler konnte sich trotz den überall lauernden Gefahren schützen und führt ein einsames Leben. Doch die Einsamkeit ist nur von kurzer Dauer. Als zwei fremde Frauen, Kathryn (Olwen Fouere) und ihre Teenager-Tochter Milja (Mia Goth) plötzlich vor seiner Türe stehen, reagiert der junge Mann instinktiv und versucht sein Territorium zu schützen. Die zwei Frauen bitten um Unterkunft und Nahrung. Milja bietet sich dafür gleich selbst an. Ein Angebot, das der junge Mann trotz Misstrauen nicht abschlagen kann. In einer einsamen Welt, in der jeder kleinste Fehler tödlich ausgehen könnte, ist es aber vielleicht doch am besten, alleine zu sein.

Metadaten
Titel The Survivalist
Original Titel The Survivalist
Regisseur Stephen Fingleton
Laufzeit 1 h 45 min
Starttermin 15 April 2015
Website
Detail
Film-Details
Bewertung Sehr Gut
Bilder
Trailer

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Der britische Regisseur und Drehbuchautor Stephen Fingleton sorgt mit seinem Spielfilmdebüt „The Survivalist“ für eine der grössten Überraschungen des Jahres. Der minimalistische Survival-Endzeit-Thriller ist unheimlich stimmig und beängstigend realistisch in Szene gesetzt. Der animalische Überlebenskampf, gespickt mit vielen Close-Ups, wenig Dialog und der Natur als musikalischer Dirigent ist nah an den Figuren und nichts für zarte Gemüter. Ein schmerzhafter Film, der mit seiner Dystopie vielleicht gar nicht so daneben liegt.

The Survivalist

Der Film erzählt eine postapokalyptische Geschichte über einen Mann, der in einer kleinen Hütte im Wald lebt. Nachdem die Menschheit die Öl-Vorkommisse der Erde fertig geplündert hat, ging neben der Gesellschaft auch der Grossteil der Menschen zu Grunde. „Survival of the fittest“ heisst das neue Motto. Saatgut wird neben Sex zum wichtigsten Handelsgut und nur wer gute Farmkentnisse besitzt, hat eine temporäre Chance zu Überleben. Überleben, und dies um jeden Preis. So könnte man den Film kurz und bündig zusammenfassen.

„The Survivalist“ zieht den Zuschauer direkt in diese abgefuckte Welt, in welcher jede fremde Person nur einen Gedanken hat: Dich zu töten. Hinter jedem Busch könnte einer hocken, der nur darauf wartet, deine nächste Unachtsamkeit gnadenlos auszunutzen. Ein starkes Szenario, welches vom Regisseur sehr wirkungsvoll und effektiv umgesetzt wird. Die Kamera ist stets nahe an den Figuren, über welche man jedoch praktisch nichts weiss. Die Paranoia, jeder gegen jeden, macht auch vor dem Zuschauer nicht halt. Man fühlt sich bei diesem Film mittendrin. Das Spielfilmdebüt von Stephen Fingleton ist minimalistisch und genau deshalb sehr effektiv. „The Survivalist“ macht aus wenig viel und ist dabei von Anfang bis Schluss sehr spannend.